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Der Lipizzaner


Die weltberühmten Lipizzaner verdanken ihren Namen dem Dorf Lipica im heutigen Slowenien, in dessen Nähe 1580 das einstige Hofgestüt mit spanischen Pferden gegründet wurde. Im Jahre 1580 bekam der in Graz residierende Erzherzog Karl II., der als Regent für die Steiermark, Kärnten und Istrien von seinem Vater Ferdinand I. eingesetzt war, den Auftrag, nach Möglichkeiten zu suchen, schöne Pferde nach Österreich für eine Hofhaltung zu bringen. Die Wahl fiel auf einen völlig verwahrlosten Ort in der Nähe von Triest — Lipica. Dieses Gelände samt den ehemaligen Ländereien gleich einer Steinwüste, wo spärliche Gräser und Kräuter dorrten. Allerdings war diese Gegend für die Zucht von vorzüglichen Karstpferden bekannt und das schon seit der Griechenzeit. In mühsamer Arbeit wurden die Einrichtungen für eine Pferdehaltung geschaffen. Durch Zukauf von spanischen Pferden und gute Gestütsarbeit wuchs der Pferdebestand und die Einrichtungen wurden ständig erweitert.

Seit Beginn 1700 verwendete man für die Lipizzanerzucht spanische, italienische, deutsche und dänische Beschäler. All diese „Veredler“ besaßen spanisches Blut. Als es altspanische Hengste nicht mehr gab, verwendete man zur Blutauffrischung orientalische Pferde.

Weißes Haarkleid erst nach Jahren:

Die Lipizzaner werden schwarz, braun oder mausgrau geboren. Die Farbe des Haarkleides verändert sich bei jedem Haarwechsel. Aus den dunkleren Tönen entwickeln sich über viele Grauschattierungen allmählich hellere.
Erst im Alter zwischen sieben und zehn Jahren besitzen die meisten Pferde das schöne weiße Haarkleid des Schimmels. Braune Lipizzaner sind selten. Es gehört allerdings zur Tradition der Spansichen Hofreitschule Wien, dass immer mindestens ein brauner Lipizzaner in den Stallungen der Hofreitschule zu finden ist. Sie gelten als Glücksbringer. Lipizzaner zeichnen sich durch einen vollendeten, edel geformten Körperbau, graziöse Bewegungen, Lerneifer, Lebhaftigkeit, Gutmütigkeit, Mut, Härte und Ausdauer aus. Der wohlgeformte Kopf des Lipizzaners kann fallweise eine Ramsnase aufweisen. Der Hals ist etwas höher aufgesetzt und wird edel getragen. Der kräftige, muskulöse Rücken läuft in einer sehr starken Kruppe aus. Das Erscheinungsbild entspricht dem des barocken Prunk- und Paradepferdes, wobei der Rahmen des Gebäudes eher einem Rechteck ähnlich ist. Der gut angesetzte Schweif ist dicht und von feinem Haar. Die Gliedmaßen trocken und profiliert, verfügen über reine Sprunggelenke und schön geformte Hufe. Das für den Lipizzaner charakteristische weiße Haarkleid hat sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts durchgesetzt. Diese Farbe wurde aus Geschmacksgründen züchterisch bevorzugt und andererseits hat sich das weiße Haar des Arabers erbmäßig als dominant erwiesen, sodass heute nur noch in ganz seltenen Fällen das dunkle Haarkleid erhalten bleibt.

 

 

                                    Hengststämme   Stutfamilien

 

 

 

Lipizzanergestüt Piber
Piber 1
A-8580 Köflach
Tel: +43 3144 33 23
Email: office@piber.com