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Presseinformation
Wien, 24. Jänner 2019

Großes mediales Interesse begleitete die Präsentation der neuen Hofloge und des Musikerbalkons in der barocken Winterreitschule.

Der von Architekt Univ.-Prof. Dr. Manfred Wehdorn und seinem Team rundum Projektleiter Dipl. Ing. Karl Kröpfl behutsam umgesetzte Zubau in der Winterreitschule bietet ein zusätzliches Angebot an hochwertigen Sitzplätzen für die Besucherinnen und Besucher der Spanischen Hofreitschule.

Mit der gelungenen Erweiterung der Hofloge und dem an der gegenüberliegenden Stirnseite installierten „Musikerbalkon“ verfügt die Spanische Hofreitschule nun über weitere Sitzplätze sowie Raum für Musiker und Instrumente bei Veranstaltungen.

Nach der intensiven Planungs- und Bewilligungsphase wurden die Umbauten in der Winterreitschule in einem straffen Zeitfenster durchgeführt während die Lipizzanerhengste ihre wohlverdiente Winterpause genießen. Möglich war dies nur durch einen reibungslosen Ablauf und die vorbildliche Zusammenarbeit aller eingebundenen Personen.

Zitat Mag. Erwin Klissenbauer: „Es war eine große Herausforderung in diesem historisch so besonderen Gebäude die Anforderungen der heutigen Zeit mit Umsicht und Verantwortung umzusetzen. Wie wir heute sehen können, ist dies dem Team rundum Architekt Prof. Manfred Wehdorn in enger Zusammenarbeit mit den Behörden sehr gelungen.“


Zitat Univ.-Prof. Dr. Manfred Wehdorn: „In einem so großartigen, vom Barock geprägten Raum, wie jenem der Winterreitschule der Hofburg in Wien zu bauen, verlangt vom Architekten viel Respekt und Demut vor der Geschichte.

1729-1734 nach Plänen von Joseph Emanuel Fischer von Erlach errichtet, diente sie – mit wenigen Ausnahmen – bis heute der Hohen Schule der Lipizzaner. Bemerkenswert ist, dass bereits in historischer Zeit für einzelne Veranstaltungen eine zusätzliche Tribüne in den Raum eingestellt war.

Ansatzpunkt für den nunmehrigen Umbau – der Fachmann spricht von einer „Intervention“ – waren Funktionalität und Minimierung aller Eingriffe. Tatsächlich sind sowohl die neue große Zuschauertribüne wie die Musikergalerie zur Gänze reversibel. Aus gestalterischer Sicht kann man die große Zuschauertribüne als eine Art „Schublade“, die aus der Hofloge herausgezogen wurde, verstehen. Die verwendeten Materialien – Stahl und Glas – werden unverbrämt gezeigt und spiegeln einmal mehr den Reiz der Gegenüberstellung von Alt und Neu wider. Die Besuchergalerie gibt insgesamt 56 Personen einen hervorragenden Blick auf die Veranstaltungen. Die Musikergalerie schafft Platz für 22 Musiker, ein Klavier, oder zusätzlich 12 Besucherinnen und Besucher.

Konstruktiv sind beide Einbauten Stahlkonstruktionen. Die Reversibilität spiegelt sich auch in der sichtbaren Deckenabhängung der großen Tribüne wider, die aber zusätzlich, als zweite Sicherung, über Eisenträger in die dahinterliegende Hofloge eingespannt ist. – Insgesamt beträgt das Gewicht der großen Tribüne ca. 6,6 Tonnen, jenes der kleinen ca. 1,6 Tonnen. Das verwendete Glas entspricht selbstverständlich allen zeitgemäßen Sicherheitsansprüchen.

Alle Einbauten wurden nicht nur reversibel geplant, sondern auch zeitlich begrenzt eingereicht und bewilligt. Die Planungen wurden intensiv bis auf das kleinste Detail entwickelt und in mehreren Phasen mit allen Behörden, nicht zuletzt mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt. Kennzeichnend für die geradezu akribische Vorbereitung ist, dass Projektentwicklung und Planung rund ein Jahr in Anspruch nahmen, während der betriebsfertige Aufbau der Tribüne vom 07.01.2019 bis 18.01.2019 erfolgte, also nur 14 Tage in Anspruch nahm.  Die Netto-Baukosten konnten mit EUR 320.000,-- sehr gering gehalten werden.

Ein großer Dank gilt der Burghauptmannschaft Wien, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Spanischen Hofreitschule, den zuständigen Magistratsabteilungen, allen Planern und letzten Endes allen Ausführenden. Ein besonderer Dank hat an das Landeskonservatorat für Wien zu gehen, welches die Arbeiten sorgsam und umsichtig mitbetreute.“

 

Alle Fotos © Christian Husar

Weitere Informationen für Medienvertreter:Andrea Kerssenbrock, Leitung Kommunikation
Tel.: +43 1 533 90 31-26, +43 664 518 24 17, E-Mail: presse@srs.at

 

Bilder zur Presseaussendung

Andrea Kerssenbrock
Andrea Kerssenbrock

Andrea Kerssenbrock

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