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DIE SPANISCHE HOFREITSCHULE

Gelebte Tradition, bei der die Werte der Vergangenheit mit der Leidenschaft der Gegenwart verschmelzen

Die Spanische Hofreitschule Wien, eines der bedeutendsten Kulturgüter Österreichs, ist weltweit nicht nur die älteste, sie ist auch die einzige Reitinstitution, an der seit über 430 Jahren die Hohe Schule der klassischen Reitkunst in reinster Form gepflegt und praktiziert wird.

Das Spanische in ihrem Namen leitet die Hofreitschule von der auf der iberischen Halbinsel heimischen Pferderasse ab, die im 16. Jahrhundert als besonders edel, feurig und gelehrig galt und sich für die klassische Reitkunst besonders eignete. Die Lipizzanerhengste, die heute an der Hofreitschule mit ihren Vorführungen Pferdefreunde aus aller Welt verzaubern, sind die Nachkommen dieser einstigen stolzen; spanischen Pferderasse, einer Kreuzung von spanischen, arabischen und Berber Pferden.

Kaiser Karl VI. ließ in den Jahren 1729 bis 1735 die herrliche Winterreitschule in der Wiener Hofburg von Josef Emanuel Fischer von Erlach erbauen. Das Reiterporträt des Monarchen ziert die prachtvolle Barockhalle, in der die Bereiter der Spanischen Hofreitschule ihre Lipizzanerhengste ausbilden und in Vorführungen einem internationalen Publikum präsentieren.

Anfang 2001 wurden die Spanische Hofreitschule und das Bundesgestüt Piber aus der Bundesverwaltung ausgegliedert und rechtlich verselbständigt, wobei die Gesellschaft nach wie vor zur Gänze im Eigentum des Bundes steht. Beide Institutionen wurden in einer Gesellschaft öffentlichen Rechts zusammengeführt und durch ein eigenes Spanische Hofreitschule-Gesetz beauftragt, bestimmte im öffentlichen Interesse gelegene Aufgaben zu erfüllen. Dazu zählen vor allem die Fortführung der traditionsgemäßen Zucht der Lipizzaner, die Aufzucht und Bereitstellung der besten Hengste für die Spanische Hofreitschule, sowie die Ausübung und Bewahrung der Hohen Schule der klassischen Reitkunst.

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