Sommerquartier und Ausbildungszentrum Heldenberg: Bedeutung, Nutzen, Ziele
Die Erweiterung des „Ferienstalls“ in Niederösterreich dient dem Zweck, zahlenmäßig mehr junge Lipizzanerhengste für die Hohe Schule der Reitkunst ausbilden zu können, als das bisher möglich war.
Der Stall in der Wiener Stallburg bietet Platz für 72 Hengste, zum Trainieren steht lediglich die barocke Winterreitschule zur Verfügung. Bereits im Jahr 2008 wurde im Auftrag des (laut Spanischem Hofreitschulgesetz aus dem Jahr 2000) zuständigen Landwirtschaftsministeriums ein Unternehmenskonzept für die nächsten fünf Jahre erstellt, das den Aufbau einer zweiten Equipe als Investition in die Zukunft vorsieht. Dadurch soll es dann möglich sein, zeitgleich eine Tournee im Ausland und vollwertiges Vorführungsprogramm in Wien bieten zu können.
Landwirtschaftsminister, Dr. Nikolaus Berlakovich: „Der Erhalt und Fortbestand der Spanischen Hofreitschule und des dazu gehörigen Gestüts in Piber ist im Gesetz festgeschrieben. Um eine wirtschaftlich sichere Zukunft für das Gesamtunternehmen sicher zu stellen, müssen aber bereits heute die richtigen Managemententscheidungen getroffen werden. Eine ganz wichtige Maßnahme ist dafür die Errichtung eines eigenen Ausbildungszentrums, um eine vollwertige zweite Equipe zur Verfügung zu haben. Die Wahl des am besten geeigneten Standorts wurde nach sorgfältiger Prüfung möglicher Alternativen gemeinsam getroffen. Die Geschäftsführung der Spanischen Hofreitschule genießt auch hier mein vollstes Vertrauen.“
Unternehmens-Standorte der Spanischen Hofreitschule:
Schon vor Ausbruch des 2. Weltkriegs und danach ab Ende der 1960er gab es ein so genanntes „Sommerquartier“ für die berühmten Lipizzanerhengste der Spanischen Hofreitschule. Seit vielen Jahrzehnten ist eine mehrwöchige Vorstellungspause während der heißesten Sommermonate – im Juli und August - ein fixer Bestandteil der Pferdehaltung der Spanischen Hofreitschule. Seit dem Sommer 2005 befindet sich das Sommerquartier für die Schulhengste im niederösterreichischen Weinviertel – am Heldenberg. Davor verbrachten die Hengste ihre Sommerferien im Lainzer Tiergarten in Wien.
Generaldirektorin, Dkfm. Elisabeth Gürtler: „Im Bezug auf unsere Unternehmensstandorte entstehen seit Jahren leider immer wieder massive Missverständnisse. Das Sommerquartier – von dem nun die Rede ist – war schon seit jeher immer unabhängig vom Gestüt in Piber zu sehen. Die Schulhengste der Spanischen Hofreitschule haben ihre vorstellungsfreie Zeit NIE im Gestüt in Piber verbracht, sondern stets im Lainzer Tiergarten oder seit dem Jahr 2005 am Heldenberg in Niederösterreich. Nie gab es Überlegungen, aufgrund eines Sommerquartiers das Gestüt in Piber zu schließen oder zu verkleinern. Auch jetzt, wo wir das Sommerquartier am Heldenberg ausgebaut haben, ist Piber in keiner Weise in seiner essentiell wichtigen Funktion als Zuchtstandort für unsere Lipizzaner in Frage gestellt.“
Hier können Sie Pressefotos der Spanischen Hofreitschule downloaden
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Mag. Barbara Sommersacher
Presse und PR Spanische Hofreitschule, Bundesgestüt Piber
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